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No 13 - Inkompetenz

Kennen Sie Inkompetenz? Ich schon

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No 12

Expertendilemma ? Ein Beispiel

Wir sind im Alltag immer Laien, die von Experten abhängen. Das Problem beim Umgang mit Experten ist, dass in dem Moment, in dem wir ihren Rat brauchen, weil wir selbst keine Ahnung von einem Sachverhalt haben, dem Experten ausgeliefert sind: Wir können seinen Rat oder seine Expertise nicht inhaltlich beurteilen. Könnten wir dies, bräuchten wir den Rat nicht. Der Rat von Experten ist ein Vertrauensgut, d.h. wir müssen dem Anbieter vertrauen, dass sein Rat richtig, wahr und nützlich ist. Ob dies zutrifft wissen wir frühestens, wenn wir uns nach ihm gerichtet haben. Manchmal aber selbst dann noch nicht. Im Fall des Scheiterns, sagt uns der Experte, dass der Rat zwar richtig war, er aber falsch umgesetzt wurde. Es kann auch sein, dass es weitere, unbedachte Faktoren gab, die für das Scheitern verantwortlich waren, jedoch nicht die Expertise. Der Experte rät uns, wie wir Bewerbungsgespräche meistern sollen und gibt uns eine Liste mit klugen Handlungsregeln mit ? trotzdem bekommt ein anderer den Job. War der Rat falsch? Der Experte sagt nein und hat recht. Natürlich hängt der Erfolg von Bewerbungen um eine Arbeitsstelle nicht ausschließlich davon ab, welche Verhaltenstrainings man im Vorfeld absolviert hat. Der Rat konnte richtig sein und gleichzeitig zu einem Misserfolg führen. Um zu überprüfen, ob der Expertenrat etwas taugt, bedarf es meist eines weiteren Experten. Der Laie ist dem Experten daher meist hilflos ausgeliefert. Sei es beim Arzt oder in der KFZ-Werkstatt, immer müssen wir darauf vertrauen, dass die Experten es besser und vor allem richtig wissen. Wenn nach der Reparatur des Autos, der Wagen immer noch spinnt, kann auch nur ein weiterer Mechaniker sagen, ob es ein neuer Schaden ist oder ob der Vorgänger gepfuscht hat.
Das der Laie dem Experten vertrauen muss und meist nicht weiß ob er damit richtig oder falsch liegt, wird durch einen weiteren Aspekt noch komplizierter: die Experten sind sich nur selten einig. Schlimm genug, wenn man den Rat des Experten nicht kontrollieren kann; schlimmer wird?s, wenn man zwischen zwei völlig widersprüchlichen oder gegensätzlichen Ratschlägen wählen muss. Der Rheumatologe sagt es ist Rheuma, der Neurologe sagt es liegt an den Nerven; welche Therapie soll man wählen?
Damit ist das klassische Expertendilemma beschrieben und es zeigt sich, dass es kein Dilemma für Experten, sondern eines für Laien ist.
Aber es geht noch komplizierter: es gibt kaum den passenden Experten für ein Alltagsproblem. Meist benötigt man für die Lösung eines Problems den Rat unterschiedlicher Experten; denn die meisten Experten sind nur für ein sehr kleines und spezielles Gebiet Experten und für alle anderen Laien, wie wir. Stellen sie sich vor, sie haben einen Autounfall, welches Expertenwissen benötigen sie? Am Anfang vielleicht einen Automechaniker, der ihnen sagt, wie beschädigt ihr Wagen ist, was die Reparatur kosten wird und wie lange es dauert. Danach vielleicht einen Arzt, der prüft ob und wenn ja, wie schwer sie verletzt sind, welche Therapie zu empfehlen ist und ob sie bleibende Schäden davontragen werden. Zuletzt sprechen sie noch einen Rechtsanwalt an, um ihre Interessen gegenüber dem vermeintlichen Unfallverursacher zu vertreten. Dieser wertet nun ihre Aussage über den Hergang des Unfalls aus, kontrolliert den Kostenvoranschlag der Autowerkstatt dazu ggf. ein Schadensgutachten über ihren Wagen und lässt sich vom Arzt ein Attest über ihre Verletzungen geben. Der Anwalt ist Experte für Rechtsfragen, vielleicht sogar spezialisiert auf Verkehrsrecht; trotzdem ist es unwahrscheinlich, dass er Experte in medizinischen und mechanischen Fragen ist. Er selbst muss genauso wie sie, den anderen Experten vertrauen. Sie selbst vertrauen drei Experten ohne deren Arbeit und Tätigkeit hinsichtlich der Qualität prüfen zu können. Und im schlimmsten Fall liefert die Gegenseite noch drei weitere Expertisen: einen Mechaniker, der die Schäden an ihrem Wagen als Altschäden deklariert, einen Mediziner, der konstatiert, sie würden ihr Schleudertrauma nur simulieren und einen Anwalt, der die Situation völlig anders auslegt, als der ihrige.
Experten sind Spezialisten, die etwas können oder wissen, was die meisten anderen nicht können oder wissen. Gerade das ist das Problem, wenn man Experten kontrollieren will oder einfach nur den Rat von Experten bewerten möchte. Die sicherste Möglichkeit besteht darin, selbst zum Experten zu werden und sich in die jeweilige Thematik einzuarbeiten. Leider ist dies mit Aufwand verbunden und man wird schnell merken, dass man sich nicht in jedes Fachgebiet und in jedes Problem einarbeiten kann. Gerade dies macht ja die Experten so effizient: wenn jeder nur ein Spezialgebiet hat, kann er dieses intensiv bearbeiten und entlastet die anderen davon, sich damit zu beschäftigen. Arbeitsteilung ermöglicht uns große Leistungen zu vollbringen, ohne uns in Details zu verlieren. Das Dilemma besteht nun darin, dass man denen, mit denen man sich die Arbeit aufgeteilt hat, vertrauen muss.
Wenn Experten streiten und dies überzeugend tun, dann hat man Probleme. Mir ist dies zuletzt so gegangen, als ich erst Al Gores ?An incovenient truth? und später ?the great global warming swindle? gesehen habe. Kurz darauf schaute ich mir ?war on science? von van der pool auf arte an: hier ging es um die Debatte zwischen Wissenschaft und ID ? Intelligent Design. In beiden Fällen, sowohl beim Klimawandel, als auch bei der Frage der Evolution, sprachen Experten. Der Laie lauscht und kann sich nur entscheiden, wem er mehr vertraut (ich gebe es zu, gegenüber ID ist Vertrauen schwer, wenn man wissenschaftlich sozialisiert ist, aber sei es drum). Man kann nicht alle Fakten prüfen, man kann nicht alle Studien im eignen Labor replizieren. Ein wahres Dilemma für den Laien.

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No 11 - Rettet die Arbeitsplätze, scheißt auf Welt

Auch in 2007 wird hier wieder bedenkliches gedacht.
heute geht es um den verständlichen wunsch der politik lieber arbeitsplätze als das klima zu schützen, den die atmosphäre hat kein wahlrecht.

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No 10 - WWW - Weihnachten - Wahrheit und Wahn

Juhu, VOR-Weihnachtszeit, dass ist wie Vorspiel ohne Sex, der ganze "Spass" findet statt und bevor man es richtig auskosten kann, ist man vor Erschöpfung eingeschlafen (Weihnachtsmüdigkeit). Hier also meine Bedenken zur VOR-Weihnachtszeit und als besonderes SPECIAL: Ich singe.....tut mir jetzt schon leid...

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No 9 - very british

die wunderbare welt der bahnhofs-schund-romane

(nachtrag, der (ex-?)freund von kate moss heißt natürlich PETE doherty und nicht MICHAEL)

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