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    <title>No 13 - Inkompetenz</title>
    <description>Kennen Sie Inkompetenz? Ich schon</description>
    <pubDate>Wed, 30 May 2007 08:09:27 +0200</pubDate>
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    <title>No 12</title>
    <description>Expertendilemma ? Ein Beispiel

Wir sind im Alltag immer Laien, die von Experten abhängen. Das Problem beim Umgang mit Experten ist, dass in dem Moment, in dem wir ihren Rat brauchen, weil wir selbst keine Ahnung von einem Sachverhalt haben, dem Experten ausgeliefert sind: Wir können seinen Rat oder seine Expertise nicht inhaltlich beurteilen. Könnten wir dies, bräuchten wir den Rat nicht. Der Rat von Experten ist ein Vertrauensgut, d.h. wir müssen dem Anbieter vertrauen, dass sein Rat richtig, wahr und nützlich ist. Ob dies zutrifft wissen wir frühestens, wenn wir uns nach ihm gerichtet haben. Manchmal aber selbst dann noch nicht. Im Fall des Scheiterns, sagt uns der Experte, dass der Rat zwar richtig war, er aber falsch umgesetzt wurde. Es kann auch sein, dass es weitere, unbedachte Faktoren gab, die für das Scheitern verantwortlich waren, jedoch nicht die Expertise. Der Experte rät uns, wie wir Bewerbungsgespräche meistern sollen und gibt uns eine Liste mit klugen Handlungsregeln mit ? trotzdem bekommt ein anderer den Job. War der Rat falsch? Der Experte sagt nein und hat recht. Natürlich hängt der Erfolg von Bewerbungen um eine Arbeitsstelle nicht ausschließlich davon ab, welche Verhaltenstrainings man im Vorfeld absolviert hat. Der Rat konnte richtig sein und gleichzeitig zu einem Misserfolg führen. Um zu überprüfen, ob der Expertenrat etwas taugt, bedarf es meist eines weiteren Experten. Der Laie ist dem Experten daher meist hilflos ausgeliefert. Sei es beim Arzt oder in der KFZ-Werkstatt, immer müssen wir darauf vertrauen, dass die Experten es besser und vor allem richtig wissen. Wenn nach der Reparatur des Autos, der Wagen immer noch spinnt, kann auch nur ein weiterer Mechaniker sagen, ob es ein neuer Schaden ist oder ob der Vorgänger gepfuscht hat. 
Das der Laie dem Experten vertrauen muss und meist nicht weiß ob er damit richtig oder falsch liegt, wird durch einen weiteren Aspekt noch komplizierter: die Experten sind sich nur selten einig. Schlimm genug, wenn man den Rat des Experten nicht kontrollieren kann; schlimmer wird?s, wenn man zwischen zwei völlig widersprüchlichen oder gegensätzlichen Ratschlägen wählen muss. Der Rheumatologe sagt es ist Rheuma, der Neurologe sagt es liegt an den Nerven; welche Therapie soll man wählen? 
Damit ist das klassische Expertendilemma beschrieben und es zeigt sich, dass es kein Dilemma für Experten, sondern eines für Laien ist. 
Aber es geht noch komplizierter: es gibt kaum den passenden Experten für ein Alltagsproblem. Meist benötigt man für die Lösung eines Problems den Rat unterschiedlicher Experten; denn die meisten Experten sind nur für ein sehr kleines und spezielles Gebiet Experten und für alle anderen Laien, wie wir. Stellen sie sich vor, sie haben einen Autounfall, welches Expertenwissen benötigen sie? Am Anfang vielleicht einen Automechaniker, der ihnen sagt, wie beschädigt ihr Wagen ist, was die Reparatur kosten wird und wie lange es dauert. Danach vielleicht einen Arzt, der prüft ob und wenn ja, wie schwer sie verletzt sind, welche Therapie zu empfehlen ist und ob sie bleibende Schäden davontragen werden. Zuletzt sprechen sie noch einen Rechtsanwalt an, um ihre Interessen gegenüber dem vermeintlichen Unfallverursacher zu vertreten. Dieser wertet nun ihre Aussage über den Hergang des Unfalls aus, kontrolliert den Kostenvoranschlag der Autowerkstatt dazu ggf. ein Schadensgutachten über ihren Wagen und lässt sich vom Arzt ein Attest über ihre Verletzungen geben. Der Anwalt ist Experte für Rechtsfragen, vielleicht sogar spezialisiert auf Verkehrsrecht; trotzdem ist es unwahrscheinlich, dass er Experte in medizinischen und mechanischen Fragen ist. Er selbst muss genauso wie sie, den anderen Experten vertrauen. Sie selbst vertrauen drei Experten ohne deren Arbeit und Tätigkeit hinsichtlich der Qualität prüfen zu können. Und im schlimmsten Fall liefert die Gegenseite noch drei weitere Expertisen: einen Mechaniker, der die Schäden an ihrem Wagen als Altschäden deklariert, einen Mediziner, der konstatiert, sie würden ihr Schleudertrauma nur simulieren und einen Anwalt, der die Situation völlig anders auslegt, als der ihrige. 
Experten sind Spezialisten, die etwas können oder wissen, was die meisten anderen nicht können oder wissen. Gerade das ist das Problem, wenn man Experten kontrollieren will oder einfach nur den Rat von Experten bewerten möchte. Die sicherste Möglichkeit besteht darin, selbst zum Experten zu werden und sich in die jeweilige Thematik einzuarbeiten. Leider ist dies mit Aufwand verbunden und man wird schnell merken, dass man sich nicht in jedes Fachgebiet und in jedes Problem einarbeiten kann. Gerade dies macht ja die Experten so effizient: wenn jeder nur ein Spezialgebiet hat, kann er dieses intensiv bearbeiten und entlastet die anderen davon, sich damit zu beschäftigen. Arbeitsteilung ermöglicht uns große Leistungen zu vollbringen, ohne uns in Details zu verlieren. Das Dilemma besteht nun darin, dass man denen, mit denen man sich die Arbeit aufgeteilt hat, vertrauen muss. 
Wenn Experten streiten und dies überzeugend tun, dann hat man Probleme. Mir ist dies zuletzt so gegangen, als ich erst Al Gores ?An incovenient truth? und später ?the great global warming swindle? gesehen habe. Kurz darauf schaute ich mir ?war on science? von van der pool auf arte an: hier ging es um die Debatte zwischen Wissenschaft und ID ? Intelligent Design. In beiden Fällen, sowohl beim Klimawandel, als auch bei der Frage der Evolution, sprachen Experten. Der Laie lauscht und kann sich nur entscheiden, wem er mehr vertraut (ich gebe es zu, gegenüber ID ist Vertrauen schwer, wenn man wissenschaftlich sozialisiert ist, aber sei es drum). Man kann nicht alle Fakten prüfen, man kann nicht alle Studien im eignen Labor replizieren. Ein wahres Dilemma für den Laien. 
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    <pubDate>Tue, 20 Mar 2007 10:03:14 +0100</pubDate>
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    <title>No 11 - Rettet die Arbeitsplätze, scheißt auf Welt</title>
    <description>Auch in 2007 wird hier wieder bedenkliches gedacht.
heute geht es um den verständlichen wunsch der politik lieber arbeitsplätze als das klima zu schützen, den die atmosphäre hat kein wahlrecht.
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    <pubDate>Thu, 08 Feb 2007 08:14:19 +0100</pubDate>
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    <title>No 10 - WWW - Weihnachten - Wahrheit und Wahn</title>
    <description>Juhu, VOR-Weihnachtszeit, dass ist wie Vorspiel ohne Sex, der ganze &quot;Spass&quot; findet statt und bevor man es richtig auskosten kann, ist man vor Erschöpfung eingeschlafen (Weihnachtsmüdigkeit). Hier also meine Bedenken zur VOR-Weihnachtszeit und als besonderes SPECIAL: Ich singe.....tut mir jetzt schon leid...</description>
    <pubDate>Mon, 04 Dec 2006 10:08:25 +0100</pubDate>
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    <title>No 9 - very british</title>
    <description>die wunderbare welt der bahnhofs-schund-romane

(nachtrag, der (ex-?)freund von kate moss heißt natürlich PETE doherty und nicht MICHAEL)</description>
    <pubDate>Tue, 21 Nov 2006 16:50:44 +0100</pubDate>
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    <title>No 8: Der normale Wahnsinn</title>
    <description>Ich könnte kotzen...der Alltag hat micht auch am Freitag noch fest im Griff und ich sehne mich dem Wochenende entgegen... juhu...</description>
    <pubDate>Fri, 27 Oct 2006 12:07:17 +0200</pubDate>
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    <title>No 7 Filmpremieren, Waschmaschinen und Praktikanten</title>
    <description>Die Welt geht nicht unter, auch wenn man es manchmal hofft und sich nach etwas entspannter Hysterie sehnt. </description>
    <pubDate>Mon, 02 Oct 2006 13:57:12 +0200</pubDate>
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    <title>No 6 Globalisierung ist...</title>
    <description>wenn ein taiwanesiches Unternehmen deutsche Angestellte rauswirft und Jürgen Rüttgers der meinung ist, die taiwanisische Regierung sollte sich da mal drum kümmern.</description>
    <pubDate>Mon, 02 Oct 2006 13:19:35 +0200</pubDate>
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    <title>No 5 - Provinz</title>
    <description>&lt;a href=&quot;http://rebellmarkt.blogger.de/stories/561918/&quot;&gt;don alphonso&lt;/a&gt;  vom Rebellenmarkt hat einen Geschichten Wettbewerb ausgeschrieben. Meine Mittagspause war lang und langweilig, daher jetzt ein Beitrag dazu.


Provinz ist immer relativ. Es gibt sie nicht, die absolute Provinz. Ich weiß wovon ich spreche, ich kenne die Provinz in und auswendig, in all ihren Facetten. Joachim Kaiser hat mal gesagt, die Provinz, das sei immer der nächst kleinere Ort, und genau so ist es. Aufgewachsen bin ich in einem Dorf im Nirgendwo (auf die genaue Lage eben dieses Nirgendwos, werde ich noch ausführlicher eingehen). Der Ort hatte knappe 800 Einwohner, einen Metzger, einen Supermarkt und - dem Naturtourismus sei dank ? einige Gaststätten und Kneipen. Es gehörte zum guten Ton, auf die noch kleineren Orte im Umkreis hinabzuschauen und sie ob ihrer Provinzialität und Abgeschiedenheit zu bedauern. Es gab fantastisch abgeschiedene und provinzielle Orte in der Umgegend. Die hatten dann allerhöchstens 300 Einwohner und die einzige Möglichkeit Geld auszugeben bestand in diesen Orten entweder darin, am Zigarettenautomaten sich ein Päckchen zu ziehen oder, wenn dann wirklich mal ein Bus vorbeikam, sich eine Fahrkarte zu kaufen und schnellst möglich zu verschwinden. Bezeichnenderweise nannte man diese Orte die Walddörfer. Einmal chauffierte mich mein Bruder zu einem Freund, der in einem solchen Ort lebte. Wie in einem Dokumentarfilm über afrikanische Naturvölker rannte eine Gruppe von Kindern im Vorschulalter die Dorfstraße hinter dem ankommenden Wagen her. Als wir anhielten, umringten sie uns und nahmen genau zur Kenntnis, wer denn nun hier wen, wieso und warum besucht. Man fühlte sich so zivilisiert, den man selbst kam ja wenigstens aus einem richtigen Ort und nicht nur einer kleinen Ansammlung von Häusern. Die Perspektive änderte sich, als ich zum Gymnasium ging. Das Gymnasium befand sich in der nächstgelegenen Stadt und von hieraus wirkten alle Dörfer klein, unterentwickelt und die Bewohner etwas verschroben. Die Stadt selbst brachte es aber auch gerade mal auf schlappe 30.000 Einwohner und das Kino war gerade geschlossen worden, weil es nicht mehr genug Zuschauer gab. Später lernte ich Menschen kennen, die aus Dörfern oder Großgemeinden in Teilen NRWs kamen, die 30.000 Einwohner hatten und die Dörfer bedauerten, die über keine eigene Autobahnabfahrt verfügten. Inzwischen wohne ich in einem Verdichtungsraum, d.h. Großstadt mit viel drum rum. Dichte trifft es! Selbst wenn man die Stadt verlässt ist man Irgendwo. Überall findet man geteerte Straßen. Überall kommt wieder ein Haus, eine Siedlung, ein Ort. Man hat einen Wald noch nicht richtig betreten und schon steht man wieder im Urbanen. Die Räume sind dicht und voll gepackt. Auch wenn es hier relative Provinz gibt, so provinziell wie in meiner Heimat ist es hier nirgends. 
Ich wollte früher die Provinz immer verlassen, den Provinz ist mit vielen Nachteilen versehen: lange Wege, geringes kulturelles Angebot (ich erinnere nur an das geschlossene Kino) und eine gewisse Monotonie des ganzen Lebens. Man trifft immer nur dieselben Menschen, man kann ihnen nicht aus dem Weg gehen. Überall wird man erkannt und alle wissen nicht nur wer du bist, sondern ? und dass scheint in der Provinz viel wichtiger zu sein ? wo du hingehörst (wer Vater, Mutter, Brüder, Onkel, Tanten, Nachbarn, Freunde usw. sind). Für die Landschaft, für die Ruhe, die Natur hatte ich als 16 Jähriger noch keinen Sinn. Die Berge und der Wald waren störend, wenn man von a nach b wollte. 
Heute ist das anders, heute bin ich gern in der Provinz. Meine Heimat ist ein großes grünes Loch südlich von Kassel. Die Autobahnen machen einen großen Bogen darum und mit dem Zug kommt man auch nicht hinein. Vor Jahren standen dort noch große Grenzsteine, auf denen zu lesen war: Willkommen im Fürstentum Waldeck. Da waren meine Landleute mächtig stolz drauf, denn bis 1929 war man unabhängiger Freistaat (so was wie Bayern nur im Norden) und zuvor war man sogar bis zum Ende des ersten Weltkriegs ein unabhängiges Fürstentum (das formal von Preußen regiert wurde). Auf Festen und bei besonderen Anlässen wurde sogar noch immer die eigene Nationalhymne geschmettert. Ich stamme sozusagen aus einer patriotischen Provinz. Das ist in mancherlei Hinsicht besonders schlimm. Noch heute residiert mein Fürst Wittekind in seinem Schlösschen und spielt hin und wieder den Staatschef. Man muss aber dazu sagen, dass dieses Fleckchen Erde nur deshalb so lange unabhängig blieb, weil es so arm und unwegsam war, dass sich kein anderes deutsches Herrscherhaus jemals dafür interessiert hat. 
Das wichtigste in meiner Heimat sind aber nicht die Menschen oder die Traditionen, sondern es ist der Wald und das Wasser. Überall plätschert es, lauter kleine Bäche, Flüsse, Tümpel, Seen sind in der Landschaft verteilt. Überall kann man eine Angel hinhalten und ein paar Forellen fangen. Wenn ich nach Hause fahre, geht mein Vater am Vormittag angeln, fängt ein paar Fische, steckt sie nachmittags in den Räucherofen und zum Abendessen gibt es Forelle. So stell ich mir das Paradies vor. Was aber noch wichtiger ist und was sich die meisten Menschen gar nicht richtig vorstellen können, das ist der Wald. Es ist ein richtiger Wald. Ein Wald, der er es verdient hat Wald genannt zu werden. Ein Wald, in dem man sich verlaufen kann. Ein Wald, in dem man immer wieder etwas Neues entdecken kann. Komme ich nach Hause, gehe ich in den Wald. Es ist ein Laubwald, hauptsächlich Buchen und ? das ist das besonders reizvolle ? es ist ein Urwald, der zum großen Teil sich selbst überlassen ist. Man kann hier stundenlang herumlaufen, ohne einem anderen Menschen zu begegnen, ohne einer Siedlung oder einer Teerstraße nahe zu kommen, ohne ein von Menschen gemachtes Geräusch zu hören. 
Die Menschen sind geprägt von der Landschaft, überall teilt Wasser die Landschaft in ein Hier und ein Dort. Der Blick kann nie richtig weit reichen, denn schon nach wenigen Metern kommt der nächste Hügel oder Berg. Die Orte sind klein und liegen in schmalen Tälern. Man gehört zu einer Ortsgemeinschaft, aber die im Nachbarort, mit denen hat man nicht mehr ganz so viel zu tun. Völlig unverständlich war es daher, als ich in der Jugend in einem anderen Ort Fußball spielte. Wie konnte ich nur? 
Das Bier ist dunkel und süßlich, die Wurst (hach, was eine Wurst) ist hart und würzig, die Menschen sind etwas stur und eigen und die Fachwerkhäuser etwas windschief. Ja, es ist die Provinz. Man lebt hier etwas hinter dem Mond. Aber es ist auch schön. Wenn man zu Besuch ist.
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    <pubDate>Thu, 21 Sep 2006 13:25:02 +0200</pubDate>
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    <title>No4. Dienstleistungswüste, gehäutete Kartoffel und mein Leben als Personaler</title>
    <description>So, da bin ich mal wieder. heute Folge 4 mit einem &quot;bunten Blumenstrauß&quot;, oder so....</description>
    <pubDate>Tue, 12 Sep 2006 13:52:22 +0200</pubDate>
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